Yosef Zaritsky

  • Geboren 1891 in Borispol, Russisches Reich
  • Gestorben 1985 in Tel Aviv, Israel

Josef Zaritsky hatte großen Anteil an der Entwicklung der israelischen Kunst. Von 1910 bis 1914 studierte er an der Kunstakademie in Kiew. Nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs wurde er einberufen; von 1915 bis 1917 leistete er Kriegsdienst. 

1923 emigrierte er nach Jerusalem, Mitte der 1920er-Jahre zog er mit seiner Familie nach Tel Aviv. Dort nahm er aktiv am Kulturleben der Stadt teil und schilderte in seinen Bildern – vor allem Aquarellen – das Alltagsleben der Bewohner. 1927 ging er nach Paris und ließ sich von den modernen Kunstwerken, die er dort sah, inspirieren. 

Zusammen mit seinen Kollegen der Künstlergruppe Ofakim Hadashim (Neue Horizonte) versuchte er 1948 den progressiven zionistischen Modernismus zu fördern. Ab den 1930er-Jahren malte Zaritsky Hunderte von Aquarellen, die Tel Aviver Hausdächer zeigen. Seine Bilder wurden immer abstrakter – eine Phase der künstlerischen Umorientierung hatte begonnen. 

1948 wurde Zaritsky Vorsitzender der Vereinigung der Maler und Bildhauer und stellte auf der Biennale von Venedig aus. 1955 hatte er eine Einzelausstellung im Stedelijk Museum in Amsterdam.

Werke von Yosef Zaritsky in der Ausstellung