Yayoi Kusama

  • Geboren 1929 in Matsumoto, Präfektur Nagano, Japan

Yayoi Kusama wurde durch ihre Happenings und ihre Vorliebe für Punktmuster bekannt und gehört zu den führenden modernen Künstlern in Japan. Zunächst studierte sie in Japan Nihonga (traditionelle japanische Malerei). 1952 hatte sie ihre erste Einzelausstellung. 1957 wanderte sie in die Vereinigten Staaten aus, wo sie als avantgardistische Malerin und Bildhauerin arbeitete. 

Für ihre Ende der 1950er-Jahre entstandene großformatige Gemäldeserie Infinity Nets bedeckte sie den Bildträger jeweils mit einem Netzwerk kleiner, pastos gemalter Schleifen, die rhythmische Wellenmuster ergaben. Die wenig später entstandenen Accumulations bestehen aus einfarbigen Alltagsobjekten (z.B. Möbel, Booten), die sie mit weichen, phallusartigen Stoffwülsten in unterschiedlichen Größen überzog. 

Kusama bedeckte ihre Gemälde, Skulpturen und sogar ganze Räume mit ausladenden, kräftig bunten Mustern (vor allem Punktmuster) und positionierte sich selbst oft mit ähnlich gemusterter Kleidung in der Mitte, sodass sie optisch mit ihrem Werk verschmolz. Ab Ende der 1960er-Jahre machte sie mit einer Reihe provokanter Happenings (öffentlichen Körperbemalungen, Antikriegsdemonstrationen) von sich reden und dehnte ihr künstlerisches Repertoire auf Film und Modedesign aus. 

1973 kehrte sie nach Japan zurück und begann Romane und Gedichte zu schreiben. Ende der 1980er-Jahre wurde ihr Werk international bekannt. 1993 vertrat sie Japan auf der Biennale von Venedig.