Yōsuke Yamahata

  • Geboren 1917 in Singapur
  • Gestorben 1966 in Tokio, Japan

Yōsuke Yamahata ist vor allem bekannt für seine Fotografien von Nagasaki, die am 10. August 1945, einen Tag nach der Bombardierung der Stadt durch die US-Luftwaffe am Ende des Zweiten Weltkriegs entstanden. 

Er studierte zunächst an der Hosei-Universität in Tokio, brach sein Studium jedoch 1936 ab, um im fotografischen Betrieb seines Vaters, G. T. Sun (Graphic Times Sun), zu arbeiten. Während des Zweiten Weltkriegs war Yōsuke Yamahata als japanischer Militärfotograf in China und anderen Ländern Asiens tätig. 

Nach dem Atombombenabwurf auf Nagasaki am 9. August 1945 wurde er in die Stadt geschickt, um die Folgen der Bombardierung festzuhalten. Innerhalb von zwölf Stunden machte Yōsuke Yamahata fast 120 Aufnahmen von der zerstörten Landschaft und den Überlebenden der Stadt; es ist die umfangreichste zeitnahe fotografische Dokumentation von Nagasaki oder Hiroshima durch einen einzelnen Fotografen. 

Seine Aufnahmen erschienen in der japanischen Zeitschrift Mainichi Shibun, doch aufgrund der Nachkriegszensur fanden sie erst ab 1952 weitere Verbreitung, durch die Zeitschriften Life und Asahi Gurafu, das Buch Kiroku-shashin: Genbaku no Nagasaki sowie die Ausstellung und den Katalog Family of Man (1955). 1965, genau zwanzig Jahre nachdem er der Verstrahlung in Nagasaki ausgesetzt war, erkrankte er unheilbar an Krebs.

Werke von Yōsuke Yamahata in der Ausstellung