Wolf Vostell

  • Geboren 1932 in Leverkusen, Deutsches Reich
  • Gestorben 1998 in Berlin, Deutschland

Bekannt wurde Wolf Vostell als Mitbegründer der Fluxus-Bewegung der 1960er- und 1970er-Jahre, aber auch durch seine richtungweisenden Installationen, Happenings und Environments. 

Er studierte unter anderem an der École nationale supérieure des Beaux-Arts in Paris (1955/56) und an der Kunstakademie Düsseldorf (1957). 1958 initiierte er in Europa und New York die ersten Happenings. 

Im selben Jahr entstand die erste Installation, in die er ein laufendes Fernsehgerät einbaute (Deutscher Ausblick aus dem Zyklus Schwarzes Zimmer, 1958–1963). Unter dem aus dem Französischen entlehnten Begriff „Dé-coll/age“ knüpfte er 1954 an die dadaistische Praxis des Zerlegens von Konsumartikeln (in seinem Fall waren es Plakate) an, um so zu eigenständigem Denken anzuregen. 

Für seine künstlerischen Statements erntete er schon früh internationale Anerkennung. 1962 war er Mitorganisator von Festum Fluxorum in Wiesbaden, einem von zahlreichen Events der Fluxus-Gruppe. 1974 widmeten ihm das Musée d’art moderne de la Ville de Paris und die Neue Nationalgalerie Berlin große Retrospektiven. 1977 nahm er an der documenta teil. 

In den 1980er-Jahren erweiterte Vostell seine Praxis um das Environment und schuf begehbare Installationen für den Fluxus-Zug, der durch ganz Deutschland fuhr. 1976 gründete er im spanischen Malpartida de Cáceres das ausschließlich seinem Werk gewidmete Museo Vostell.

Werke von Wolf Vostell in der Ausstellung