Willem de Kooning

  • Geboren 1904 in Rotterdam, Niederlande
  • Gestorben 1997 in East Hampton, New York, Vereinigte Staaten

Willem de Kooning begann 1916 eine Lehre als Grafiker und besuchte nebenher Abendkurse an der Academie voor Beeldende Kunsten in Rotterdam. 1926 emigrierte er illegal in die Vereinigten Staaten und gelangte ein Jahr darauf nach New York. Bald freundete er sich mit Avantgardekünstlern wie Arshile Gorky (1904–1948) und Stuart Davis (1982–1964) an. Während der Großen Depression wurde er Mitglied der Artists’ Union (1934) und schuf Wandgemälde für das Federal Art Project der Works Progress Administration (1935).

Ende der 1940er-, Anfang der 1950er-Jahre entwickelte er sich zu einem führenden Vertreter jener einflussreichen Kunstrichtung, die als Action-Painting oder Abstrakter Expressionismus bezeichnet und von der sogenannten New York School, einer Gruppe amerikanischer Künstler, propagiert wurde. Ihr Verständnis von – komplett abstrakter – Malerei basierte auf Empfindungen, Körpereinsatz und Gestik. 1948 hatte de Kooning seine erste Einzelausstellung in der Charles Egan Gallery in New York. Die mit Kritikerlob überschüttete Schau enthielt auch seine inzwischen berühmt gewordenen Schwarz-Weiß-Gemälde.

Trotz seines frühen Erfolgs mit der Abstraktion erprobte de Kooning immer wieder neue Stilrichtungen, Methoden und Medien, ob Zeichenkunst, Bildhauerei oder Lithografie. Inspiriert von Action-Painting und Kubismus und zugleich angezogen von der figurativen Malerei, begann de Kooning 1950 mit seinem bahnbrechenden Woman-Zyklus. 1968 widmete ihm das Museum of Modern Art in New York eine Retrospektive, die in fünf Städten gezeigt wurde.

Werke von Willem de Kooning in der Ausstellung