Wifredo Lam

  • Geboren 1902 in Sagua La Grande, Kuba
  • Gestorben 1982 in Paris, Frankreich

Wifredo Lam bemühte sich in seiner künstlerischen Arbeit um eine Wiederbelebung der afro-kubanischen Kultur. Sein Vater war Chinese, seine Mutter Kubanerin afrikanischer Abstammung. Er studierte zunächst Jura und begann 1918 ein Studium der Malerei an der Escuela Nacional de Bellas Artes in Havanna. 1923 reiste er nach Madrid, um bei Fernando Álvarez de Sotomayor y Zaragoza (1875–1960) zu studieren, zu dessen Schülern auch Salvador Dalí (1904–1989) zählte. 

Der Besuch einer Ausstellung mit Werken Pablo Picassos (1881–1973) veranlasste Lam 1936 dazu, seine künstlerische Vorgehensweise grundlegend zu ändern. 1938 zog Lam nach Paris und lernte Picasso kennen, der ihn dazu ermutigte, seine eigene Form moderner Malerei zu finden. 1939 stellten die beiden ihre Arbeiten in den Perls Galleries in New York aus. 

Lam illustrierte zahlreiche Gedichte, wie etwa André Bretons Fata Morgana (1940). Nach einem kurzen, von den Nazis verfügten Gefängnisaufenthalt kehrte er 1941 nach Kuba zurück. In der Folge wurde sein Werk zunehmend von afrikanischen Einflüssen geprägt. Nach dem Zweiten Weltkrieg unternahm Lam etliche Reisen und stand in Kontakt mit der italienischen Avantgarde und der CoBrA-Gruppe. 1964 erhielt er den Guggenheim International Award. Sein Werk wurde in zahlreichen Ausstellungen gezeigt, zuletzt 2015 im Centre Georges Pompidou in Paris.

Werke von Wifredo Lam in der Ausstellung