Wifredo Arcay

  • Geboren 1925 in Havanna, Kuba
  • Gestorben 1997 in Paris, Frankreich

Wifredo Arcay studierte an der Academia Nacional de Bellas Artes San Alejandro in Havanna Kunst und ging 1949 als Stipendiat nach Paris. Dort setzte er sein Studium an der Académie de la Grande Chaumière bis 1950 fort und besuchte das von Jean Dewasne – einem Vertreter der postkubistischen geometrischen Abstraktion – gegründete Atelier d’Art Abstrait. 1951 richtete Arcay sich im Haus von André Bloc (1896–1966) in Meudon sein erstes eigenes Atelier ein. In diesem Umfeld lernte er Künstler wie Theo van Doesburg (1883–1931) und Fernand Legér (1881–1955) kennen. 1953 führte Arcay die Serigrafie in Frankreich ein und schuf Maîtres d’Aujourd’hui – eine zwölfteilige Siebdruckedition, die den abstrakten Malern der Vorkriegszeit ein Denkmal setzte. 1954 folgte eine zweite Edition mit dem Titel Jeunes Peintres d’Aujourd’hui, die der jüngeren Generation abstrakter Künstler gewidmet war.

Ende der 1950er-, Anfang der 1960er-Jahre löste sich Arcay von der Staffeleimalerei und begann Reliefs für architektonische Räume zu entwerfen. 1953 schloss er sich der konstruktivistischen Gruppe Espace an, und von 1959 bis 1961 war er Mitglieder der kubanischen Künstlergruppe Los Diez Pintores Concretos (Die zehn konkreten Maler). Obwohl Arcay zwei Drittel seines Lebens in Frankreich verbrachte, schickte er regelmäßig Werke nach Kuba und repräsentierte sein Heimatland bei internationalen Ausstellungen, so z.B. 1955 auf der Biennale von São Paulo.

Werke von Wifredo Arcay in der Ausstellung