Waldemar Cordeiro

  • Geboren 1925 in Rom, Italien
  • Gestorben 1973 in São Paulo, Brasilien

Waldemar Cordeiro, der in Brasilien zu den führenden Vertretern der Computerkunst gehörte, verbrachte die ersten zwanzig Jahre seines Lebens in Italien. Er studierte Kunst in Rom und begann 1943 als Karikaturist für eine Zeitung zu arbeiten. Von 1946 bis 1948 lebte er in Brasilien, wo er in expressionistischer Manier figurative Bilder malte und als Journalist und Kunstkritiker für die Zeitung Folha da Manhã tätig war. 1948 kehrte er nach Italien zurück; im Jahr darauf ließ er sich in São Paulo nieder.

1948 schuf er seine ersten abstrakten Gemälde, 1949 nahm er an der Eröffnungsausstellung Do Figurativismo ao Abstracionismo am São Paulo Modern Art Museum (MAM/SP) teil. 1952 gründete er die Grupo Ruptura, die noch im selben Jahr im MAM/SP ausstellte. Als Wortführer der Gruppe verfasste Cordeiro anlässlich dieser Ausstellung ein Manifest zur konkreten Kunst. Ab 1951 nahm er wiederholt an der Biennale von São Paulo teil. 1953 gründete er Jardins de Vanguarda, ein Unternehmen für Landschaftsgestaltung.

Bei einer Europareise im Jahr 1964 lernte er auf der Biennale von Venedig die amerikanische Pop-Art kennen. Bald darauf begann er zusammen mit Augusto de Campos (* 1931) an seiner Popcretos-Serie zu arbeiten. Ab 1968 beschäftigte sich Cordeiro mit Computerkunst, und 1971 organisierte er in Brasilien die wegweisende Ausstellung und Konferenz Arteônica, die sich dem Thema Kunst und Technologie widmete.

Werke von Waldemar Cordeiro in der Ausstellung