Viktor Popkov

  • Geboren 1932 in Moskau, Sowjetunion
  • Gestorben 1974 in Moskau, Sowjetunion

Viktor Popkow war ein führender Vertreter des strengen, nüchternen Stils in der sowjetischen Kunst – ein Paradigmenwechsel von der Romantik zum sozialen Realismus, der sich unmittelbar nach Stalins Tod im Jahr 1953 manifestierte. 

1948 wurde er an der Pädagogischen Hochschule für Kunst in Moskau aufgenommen, wo er bis 1952 ein Studium der schönen Künste und der angewandten Kunst absolvierte. Anschließend setzte er sein Studium bis 1958 bei Jewgenij Kibrik (1906–1978) am Moskauer Surikow-Institut fort. 

In den 1950er-Jahren begann er, Feldforschung an Baustellen in der gesamten Sowjetunion zu betreiben, unter anderem auch am Wasserkraftwerk von Bratsk, das zum Sujet seiner ikonenhaften Gemälde von 1960 werden sollte. 

Mitte der 1960er-Jahre gab Popkow die Industrieszenen auf und wandte sich den Facetten der durch den „Großen Vaterländischen Krieg“ (so die russische Bezeichnung des Deutsch-Sowjetischen Krieges) vom Leid gekennzeichneten menschlichen Psyche zu. 1967 wurde er bei der Pariser Biennale mit einem Ehrendiplom ausgezeichnet. 

1975, ein Jahr, nachdem er bei einer Auseinandersetzung mit dem Wachmann eines Geldtransporters in Moskau auf so tragische Weise ums Leben gekommen war, verlieh man ihm postum den Staatspreis der UdSSR.