Valente Malangatana Ngwenya

  • Geboren 1936 in Matalana, Mosambik
  • Gestorben 2011 in Matosinhos, Portugal
  • Afrika

Der mosambikanische Maler und Dichter Valente Malangatana Ngwenya (bekannt unter dem Künstlernamen Malangatana) verband in seinem Werk eine fantastische Bilderwelt mit politischen Themen. Mit zwölf Jahren zog der als traditioneller Heiler ausgebildete Junge nach Lourenço Marques (heute Maputo), um sich Arbeit zu suchen. 

Nachdem er sein Interesse für Kunst entdeckt hatte, begann er Ende der 1950er-Jahre Unterricht am Kulturzentrum Núcleo de Arte zu nehmen. Mit dynamischen Gemälden, die die Unterdrückung des Landes während der Kolonialherrschaft ansprachen, etwa der Fegefeuerszene Juízo Final (Letztes Gericht), feierte Malangatana als Mittzwanziger Erfolge. 

1963 wurden seine Gedichte in der Zeitschrift Black Orpheus und in der von Penguin Books herausgegebenen Anthologie Modern Poetry from Africa publiziert. 1964 schloss er sich der Frente de Libertação de Moçambique (FREMILO. Mosambikanische Befreiungsfront) an und wanderte später für 18 Monate ins Gefängnis. 1971 erhielt er ein Stipendium von der Gulbenkian Foundation, das ihm ermöglichte, in Portugal Keramik und Malerei zu studieren. 

Als die portugiesischen Truppen nach der Nelkenrevolution 1974 aus Mosambik abgezogen wurden, schloss er sich erneut der kommunistisch ausgerichteten FREMILO an, die bald zur regierenden Staatspartei wurde. Während des mosambikanischen Bürgerkriegs durchlief sein Werk in eine „blaue Periode“. Malangatana war Mitbegründer der mosambikanischen Friedensbewegung und trug zum Aufbau vieler Kulturorganisationen bei, u.a. auch des Nationalmuseums in Maputo. Die UNESCO zeichnete ihn 1997 als Künstler für den Frieden aus.

Werke von Valente Malangatana Ngwenya in der Ausstellung