Uzo Egonu

  • Geboren 1931 in Onitsha, Nigeria
  • Gestorben 1996 in London, Vereinigtes Königreich

Bevor er im Alter von 13 Jahren nach England auswanderte, hatte Uzo Egonu bereits Malunterricht erhalten und bei einem Schulwettbewerb den ersten Preis gewonnen. Von 1949 bis 1952 studierte er an der Londoner Camberwell School of Arts and Crafts bei L. J. Daniels und Gilbert Spencer Malerei und Typografie und ging anschließend auf Reisen, um die europäischen Meister und die klassische afrikanische Kunst zu studieren. 1953 übersiedelte er nach Paris, von wo aus ihn gelegentliche Reisen nach Dänemark, Finnland und Italien führten.

Nach der Rückkehr nach England richtete sich Egonu in London ein Atelier ein und entwickelte in den 1960er-Jahren seine einzigartige Synthese aus moderner Kunst (insbesondere Kubismus und Pop-Art) und visuellen afrikanischen Sprachen (nigerianische Ornamente, Kreiskomposition und Vogelperspektiven), bei denen die Grenzen zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion verschwimmen. Obwohl Egonu seine Heimat nur einmal kurz besuchte, spiegeln seine Kompositionen – seien es Gemälde, Collagen oder Drucke – seine Verbundenheit mit afrikanischen Themen, insbesondere dem Pogrom an den Igbo von 1966 und dem nigerianischen Bürgerkrieg, wider.

1964 widmete ihm die Londoner Woodstock Gallery eine Einzelausstellung, und seine Kunst erregte auch in Nigeria Aufmerksamkeit. Egonus Werk wurde in Europa und Afrika ausgestellt, und er gewann eine Reihe von Medaillen und Preisen. 1989 war er in der richtungsweisenden, von der Londoner Hayward Gallery veranstalteten Ausstellung The Other Story vertreten.

Werke von Uzo Egonu in der Ausstellung