Uche Okeke

  • Geboren 1933 in Nimo, Nigeria
  • Gestorben 2016 in Nimo, Nigeria

Uche Okeke, Sprössling einer Igbo-Familie aus Nordnigeria, war Mitbegründer der 1958 aus der Taufe gehobenen Zaria Art Society. Zu dieser Zeit studierte er noch am Nigerian College of Arts, Science and Technology (heute Ahmadu Bello University, Zaria). 

Das Hauptinteresse der Künstlergruppe galt der indigenen Kunst und Kultur – damit verstieß sie gegen den westlich orientierten Lehrplan der britischen Kolonialherren. Als Nigeria 1960 unabhängig wurde, publizierte die Zaria Art Society ein Manifest, das Okeke verfasst hatte. Es sprach sich in Bezug auf das künstlerische Schaffen für eine „natürliche Synthese“ von Elementen der europäischen und afrikanischen Tradition aus, um auf diese Weise einer modernen nigerianischen Kunst individuellen Ausdruck zu verleihen. 

1962 hielt Okeke sich in Lagos und München auf. Währenddessen entstand seine Oja-Serie – inspiriert von den traditionellen ornamentalen uli-Malereien, mit denen die Igbo Häuserwände und Körper schmückten. 1963 trat Okeke als Mitbegründer des Mbari Cultural Center Enugu in der Ostregion in Erscheinung, dem er von 1964 bis 1967 als Direktor vorstand. 

In den 1960er-Jahren schuf er expressive Gemälde, die sich mit den Mythen der Igbo, christlichen Sujets und dem Thema Entfremdung auseinandersetzten. Nach dem Biafra-Krieg (1967–1970) wurde Okeke zum Leiter des Fachbereichs Kunst an der University of Nigeria in Nsukka ernannt, wo er sein Konzept der „natürlichen Synthese“ institutionalisierte und die Vermittlung von Techniken aus der uli-Malerei einführte. Zu seinen Studenten gehörte auch der Künstler El Anatsui (* 1944).

Werke von Uche Okeke in der Ausstellung