Prince Twins Seven Seven

  • Geboren 1944 in Ogidi, Nigeria
  • Gestorben 2011 in Ibadan, Nigeria

Prince Twins Seven Seven begann seine künstlerische Laufbahn als Tänzer und Musiker in Nigeria. 1964 kam er mit einer Medizinshow nach Oshogbo, wo er spontan bei einem Fest des Mbari Mbayo Club auftrat.

Der deutsche Sprachwissenschaftler und Schriftsteller Ulli Beier (1922‒2011), der den Club gegründet hatte, um die afrikanische Kunst und Kultur zu fördern, erkannte Twins Seven Sevens Talent und seine persönlichen Qualitäten und überzeugte ihn, bei der Gruppe zu bleiben.

Noch im selben Jahr nahm Twins Seven Seven an einem Workshop von Beiers Frau Georgina teil und schuf seine erste Zeichnung mit Feder und Tusche, Devil’s Dog. Aufgrund seiner bunten Palette und der imaginativen, dichten Metaphorik, die meist von der Folklore, der Religion und dem Alltagsleben der Yoruba inspiriert waren, fiel sein Werk von Anfang an aus dem Rahmen. 

Die Ornamentik seiner spontanen Kompositionen basierte auf den Mustern traditioneller Textilien. Formale Regeln, Perspektive und Proportion spielten keine Rolle. Twins Seven Seven entwickelte sich zu einem führenden, einflussreichen Repräsentanten der Oshogbo-Schule und erlangte internationale Anerkennung. 

Sein Werk wurde in Oshogbo, Lagos, Europa und in den Vereinigten Staaten ausgestellt, wo er sich Ende der 1980er-Jahre niederließ. 1989 nahm er an der vom Centre Georges Pompidou veranstalteten Ausstellung Magiciens de la Terre in Paris teil; 2005 wurde er von der UNESCO zum „Künstler für den Frieden“ ernannt.

Werke von Prince Twins Seven Seven in der Ausstellung