Tetsumi Kudo

  • Geboren 1935 in Osaka, Japan
  • Gestorben 1990 in Tokio, Japan

Das Werk von Tetsumi Kudo entzieht sich formalen Kategorien und herrschenden Vorstellungen von Kunst. Kudo schuf biomorphe Skulpturen und Assemblagen, die oftmals groteske Darstellungen des menschlichen Körpers mit von Menschen hergestellten Dingen kombinieren. 

Er schrieb sich 1953 zunächst am Asagaya Institute of Art ein und setzte sein Studium von 1954 bis 1958 an der Tokyo National University of Fine Arts fort. Kudos Performances, Skulpturen und Installationen lösten immer wieder Kontroversen aus; so lobte ihn der französische Autor Michel Tapié (10th Yomiuri Independent Exhibition, 1958), während der Kritiker Yoshiaki Tono Kudos Proliferating Chain Reaction (1959) als „Antikunst-Müll“ bezeichnete. 

Bereits sein Frühwerk war von der künstlerischen Auseinandersetzung mit Themen wie radioaktiver Strahlung, Reproduktion und Ohnmacht geprägt. 1963 ging er mit einem Reisestipendium nach Paris, wo er mit seiner legendären Performance Philosophy of Impotence sofort Anerkennung fand. 

Er wurde während seiner gesamten Laufbahn in Japan und Europa ausgestellt, unter anderem auf den Biennalen von Venedig (1976) und São Paulo (1977). Durch eine umfassende Retrospektive im Walker Art Center, Minneapolis (2008/09), erlangte Kudos Kunst größere Bekanntheit beim amerikanischen Publikum.

Werke von Tetsumi Kudo in der Ausstellung