Syed Sadequain

  • Geboren 1930 in Amroha, Britisch-Indien
  • Gestorben 1987 in Karatschi, Pakistan

Sadequain stammte aus einer Familie muslimischer Kalligrafen und griff während seiner Laufbahn als Maler immer wieder auf diese traditionelle Schriftkunst zurück. 1944 zog er nach Neu-Delhi und arbeitete als Kalligraf für All India Radio. 

Von 1946 bis 1948 studierte er an der Universität in Agra. Nach der Teilung Britisch-Indiens 1947 nahm er die pakistanische Staatsbürgerschaft an und schloss sich der Progressive Artists’ Group und dem Progressive Writers’ Movement an. 

1955 stellte er in der Residenz des späteren pakistanischen Premierministers Hussain Shaheed Suhrawardy (1892–1963) aus. Anschließend erhielt er eine Reihe öffentlicher Aufträge für großformatige Wandgemälde. Hervorzuheben sind z.B. Treasures of Time (1961) in der Staatsbank von Pakistan in Karatschi, Saga of Labor (1967) im Elektrizitätswerk des Mangla-Staudamms in Asad Kaschmir und Evolution of Mankind (1973) in der Eingangshalle des Lahore Museum. 

In seinen Bildern verherrlichte Sadequain die Arbeiterklasse. Auch Symbole des Kampfes, z.B. Kakteen, sind darin zu finden. 1960 wurde er mit dem pakistanischen Nationalpreis für Malerei ausgezeichnet. 

Noch im selben Jahr zog er nach Paris, wo er 1961 auf der Biennale den Preis für Künstler unter 35 Jahren erhielt. 1967 kehrte er nach Pakistan zurück. Ihm ist es zu verdanken, dass die Kalligrafie in der modernen Kunst Pakistans eine wichtige Rolle spielt. 

Werke von Syed Sadequain in der Ausstellung