Sindoedarsono Sudjojono

  • Geboren 1913 in Kisaran, Sumatra
  • Gestorben 1985 in Jakarta, Indonesien

Sindoesoedarsono Soedjojono war ein autodidaktischer Künstler, Kunstkritiker und Schriftsteller, der entscheidend zur Entwicklung der indonesischen Moderne beigetragen hat. Während der niederländischen Kolonialzeit in Indonesien setzte er sich für eine authentische, von kolonialeuropäischen Einflüssen befreite indonesische Kunst ein. Seine besonderen Bemühungen galten der Entwicklung einer individuellen künstlerischen Sprache; dabei befasste er sich vor allem mit der Darstellung des Alltagslebens der indonesischen Bevölkerung unter der niederländischen Kolonialherrschaft, die Mitte des 18. Jahrhunderts ihren Anfang genommen hatte. Den zu seinen Lebzeiten in der Kunst vorherrschenden Kolonialstil – den er in kritischer Absicht „Mooi Indië“ (Hübsches Ostindien) nannte – lehnte er wegen dessen verklärender Darstellungsweise der indonesischen Landschaft ab. In dem Aufsatz Indonesian Art Now and That of the Future (1939) warf Soedjojono indonesischen Künstlern vor, sich diesen Stil angeeignet zu haben. Er war an der Gründung zahlreicher Künstlervereinigungen beteiligt: PERSAGI (Vereinigung indonesischer Maler, 1937/38), SIM (Junge indonesische Künstler, 1946) und an der Vereinigung der Maler des Volkes (1947). 1950 trat er der Kommunistischen Partei Indonesiens bei und änderte seinen Stil in Richtung Sozialistischer Realismus. 1951 reiste er nach Europa, wo er in Ost-Berlin an den 3. Weltjugendspielen teilnahm. Sein Werk umfasst Gemälde, Zeichnungen, Arbeiten im Auftrag der Öffentlichkeit, Reliefarbeiten und Keramik. 1959 zog er sich aus der Politik zurück und widmete sich verstärkt der Landschaftsmalerei sowie Stillleben und Porträts.

Werke von Sindoedarsono Sudjojono in der Ausstellung