Shafic Abboud

  • Geboren 1926 in Bikfaya, Libanon
  • Gestorben 2004 in Paris, Frankreich

Shafic Abboud studierte an der Académie Libanaise des Beaux-Arts (ALBA) bei César Gemayel (1898–1958), ehe er 1947 nach Paris zog. Dort setzte er sein Studium an der École nationale supérieure des Beaux-Arts fort und besuchte die Ateliers von Jean Metzinger (1883–1956), Fernand Léger (1881–1955) und André Lhote (1885–1962). 1949 kehrte er in den Libanon zurück; 1950 hatte er in Beirut seine erste Einzelausstellung, bei der er figurative Malerei zeigte. Im Jahr darauf ließ er sich erneut in Paris nieder. In der ersten Hälfte der 1950er-Jahre wurde Abboud zu einem Bewunderer Pierre Bonnards (1867–1947), Roger Bissières (1886–1964) und Nicolas de Staëls (1914–1955). Dank der Unterstützung des Kunstkritikers Roger van Gindertael (1899–1982) konnte Abboud 1955 in Paris erstmals abstrakte Werke ausstellen. Er wurde zum Salon des Réalités Nouvelles in Paris eingeladen und war der einzige arabische Künstler, der an der ersten Pariser Biennale 1959 teilnahm. Sein ausgewogener Umgang mit Farbe und die subtile Einbeziehung seiner libanesischen Wurzeln, insbesondere seiner Kindheitserinnerungen und der Landschaft des Libanon-Gebirges, in seine meisterhaft komponierten Gemälde, verschafften Abboud künstlerische Anerkennung. Er war oft auf Reisen und kehrte regelmäßig in sein Heimatland zurück, wo er eine bedeutende Rolle im Kunst- und Kulturleben Beiruts spielte.

Werke von Shafic Abboud in der Ausstellung