Shōzō Shimamoto

  • Geboren 1928 in Osaka, Japan
  • Gestorben 2013 in Osaka, Japan

Shōzō Shimamoto begann seine künstlerische Ausbildung 1947 im Atelier von Jirō Yoshihara (1905‒1972) an der Kwansei-Gakuin-Universität. Noch bevor er 1950 seinen Abschluss machte, beteiligte er sich an Ausstellungen (Seven Avant-Garde Artists, Kintetsu-Kaufhaus, Osaka, 1948) und schuf aus bemaltem Zeitungspapier, Leim und Holz seine erste bahnbrechende Serie: Ana (Löcher). 

Mit ihren unregelmäßig durchlöcherten Oberflächen wirken die Bilder dieser Serie wie Kraterlandschaften. Shimamoto war Gründungsmitglied der einflussreichen Gruppe Gutai (1954) und nahm an vielen ihrer Ausstellungen teil. Ende der 1950er-Jahre wandte er sich der aktionsbasierten Kunst zu. Er schoss auf Farbbeutel, zerstörte mit Farbe gefüllte Flaschen mit Steinen oder schüttete Farbe von einem Hubschrauber, einem Kran oder einem Heißluftballon auf die Leinwand. Die daraus resultierenden Gemälde sind Zeugnisse seiner Performances. 

In den 1960er-Jahren antizipierte er die Mail Art. 1996 wurde er für den Nobelpreis nominiert, 1999, 2003 und 2007 nahm an der Biennale von Venedig teil, 1998 an der Ausstellung Out of Actions: Between Performances and the Object, 1949‒1979, die das Museum of Contemporary Art in Los Angeles organisiert hatte.