Sandú Darié

  • Geboren 1908 in Roman, Rumänien
  • Gestorben 1991 in Havanna, Kuba

Sandú Darié kam zum ersten Mal während seines Jurastudiums in Paris von 1926 bis 1932 mit surrealistischen Künstlern und Schriftstellern in Kontakt. In den 1930er-Jahren arbeitete er als Kunstkritiker und Karikaturist für die rumänische und französische Presse. 1941 wanderte er nach Kuba aus, wo er sich Ende der 1940er-Jahre der Kunst verschrieb.

Seine frühen Composiciones, die der lyrischen Abstraktion zuzuordnen sind, zeigte er 1949 im Rahmen von Einzelausstellungen im Lyceum von Havanna und in der Carlebach Gallery in New York. Im selben Jahr begann Darié mit dem in Buenos Aires lebenden Künstler Gyula Kosice (* 1924) zu korrespondieren. Der Briefwechsel, der neun Jahre lang fortgesetzt wurde, resultierte in Dariés Teilnahme an den Ausstellungen der Madí und seiner Mitarbeit am Magazin Arte Madí.

Ab 1950 entwickelte sich Darié zu einem führenden Repräsentanten und Förderer der abstrakten und konkreten Kunst in Kuba. Er war Mitbegründer des 1952 aus der Taufe gehobenen Magazins Noticias de Arte und von 1958 bis 1961 Mitglied der Gruppe Los Diez Pintores Concretos. 1952 stellte er auf der Biennale von Venedig aus, und dreimal nahm er an der Biennale von São Paulo teil (1953, 1955 und 1957).

Sein Interesse an Bewegung und Interaktion manifestierte sich in einer Reihe kinetischer Skulpturen, den Estructuras transformables (Transformierbare Strukturen), die erstmals 1956 ausgestellt wurden. Später beschäftigte sich Darié mit Bewegung, Licht und Klang in Film (Cosmorama: Poema espacial no. 1 ((so meist im Netz, bitte prüfen)), 1964) und Theater.

Werke von Sandú Darié in der Ausstellung