Ruth Schloss

  • Geboren 1922 in Nürnberg, Deutschland (damals Deutsches Reich)
  • Gestorben 2013 in Kfar Schmarjahu, Israel

Ruth Schloss emigrierte mit ihrer Familie 1937 nach Palästina und besuchte von 1938 bis 1942 die Bezalel School of Arts and Crafts in Jerusalem. Nach ihrem Abschluss illustrierte sie für den Verlag Sifriat Poalim Bücher für Erwachsene und Kinder. 

Sie gehörte niemals einer bestimmten Schule oder Bewegung an, doch wird ihr Werk meist dem sozialkritischen Realismus zugeordnet. Anders als viele Vertreter dieser Stilrichtung jedoch beschäftigte sie sich mit der Fragilität und der Einsamkeit des Individuums. 

In späterer Zeit wurden ihre Arbeiten in den Kontext feministischer Kunst gestellt. Obwohl sie keinen Kontakt zu Künstlerkollegen hatte und öffentlich kaum präsent war, arbeitete sie sehr diszipliniert und schuf im Laufe von sieben Jahrzehnten ein großes Œuvre. 

Von 1949 bis 1951 studierte sie an der Académie de la Grande Chaumière in Paris. Anschließend verbrachte sie eine Zeit lang in einem Kibbuz, den sie aber wegen ihrer sozialistischen Gesinnung wieder verlassen musste. 1953 kehrte sie in ihr Elternhaus in Kfar Schmarjahu zurück, wo sie bis zu ihrem Tod lebte. 

Von 1960 bis in die 1980er-Jahre unterhielt sie ein Atelier in Jaffa. Sie beteiligte sich an Gruppenausstellungen im Tel Aviv Museum of Art und im Israel Museum in Jerusalem. 1991 richtete das Herzliya Museum of Contemporary Art die erste Retrospektive ihres Werkes aus.

Werke von Ruth Schloss in der Ausstellung