Rufino Arellanes Tamayo

  • Geboren 1899 in Oaxaca, Mexiko
  • Gestorben 1991 in Mexiko-Stadt, Mexiko

Rufino Tamayo war ein figurativer Maler, dessen Werk vom Surrealismus beeinflusst ist. Nach dem Tod seiner Eltern 1911 zog er nach Mexiko-Stadt zu Verwandten, wo er später Zeichenunterricht nahm und die Kunstakademie (Academia de San Carlos) besuchte. 

Meist jedoch arbeitete er für sich allein. Mit 22 Jahren wurde er zum Leiter der Abteilung für Ethnografisches Zeichnen am Museo Nacional de Antropologia ernannt. Dort arbeitete er mit Objekten aus präkolumbianischer Zeit, die zur Inspirationsquelle für seinen frühen Stillleben und Porträts wurden. 

Mehrere Jahre lang lebte er in Europa und in den Vereinigten Staaten. Während dieser Zeit adaptierte er die Stile moderner Künstler und wandte sie auf Themen der mexikanischen Volkskultur an. Ab 1932 schuf er im Auftrag des Palacio de Bellas Artes in Mexiko-City (1952–1953) und im Auftrag der UNESCO in Paris (1958) mehrere Wandgemälde. Anders als seine mexikanischen Künstlerkollegen bevorzugte Tamayo jedoch die Staffeleimalerei und trachtete nicht danach, seine Kunst zum Vehikel des politischen Wandels zu machen. 

1948 widmete ihm das Instituto Nacional de Bellas Artes in Mexiko-Stadt eine Retrospektive; 1950 nahm er an der Biennale von Venedig teil. Anfang der 1970er-Jahre erfand er zusammen mit Luis Remba die Mixografie, eine Reliefdrucktechnik.

Werke von Rufino Arellanes Tamayo in der Ausstellung