Romare Bearden

  • Geboren 1911 in Charlotte, North Carolina, Vereinigte Staaten
  • Gestorben 1988 in New York, New York, Vereinigte Staaten

Romare Bearden wuchs in den 1920er-Jahren, zur Zeit der Harlem Renaissance, in New York auf, einer Zeit, die prägend für seine Kunst war, in der sich das kulturelle Erbe des afroamerikanischen Lebens widerspiegelt. Ursprünglich hatte er Pädagogik studiert und als Sozialarbeiter gearbeitet. Mitte der 1930er-Jahre war er als Cartoonist für die Baltimore Afro-American Newspaper tätig und besuchte an der Art Students League die Abendkurse des Dadaisten George Grosz (1893–1959). Seine frühesten Arbeiten erinnern an den sozialen Realismus des mexikanischen muralismo, ließen jedoch schon bald Bezüge zum Abstrakten Expressionismus, zum japanischen Holzschnitt und afrikanischen Stammeskulturen erkennen. Von 1942 bis 1945 diente Bearden als Soldat in der US Army und schrieb sich danach, im Jahr 1950, an der Pariser Sorbonne ein. Nach der Rückkehr nach New York engagierte er sich zunehmend in sozialen Bewegungen. 1963 gründete er die Künstlergruppe Spiral mit, eine Gruppe afroamerikanischer Künstler, die sich dem Kampf für die Bürgerrechte verschrieben hatten. Darüber hinaus spielte er 1968 und 1969 eine wichtige Rolle bei der Gründung des Studio Museum in Harlem und der Cinque Gallery. In den 1960er-Jahren wurde die Collage zur bevorzugten Technik für Beardens politische Kunst. 1971 stellte er im Rahmen einer Einzelausstellung im Museum of Modern Art The Prevalence of Ritual, eine seiner bekanntesten Collageserien, aus. Bearden wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem 1987 mit der National Medal of Arts.

Werke von Romare Bearden in der Ausstellung