Robert Morris

  • Geboren 1931 in Kansas City, Missouri, Vereinigte Staaten

Robert Morris ist eine zentrale Figur des Minimalismus, der Prozess- und der Performancekunst. Er studierte zunächst Ingenieurwissenschaft, Kunst und Philosophie in Kansas City, San Francisco und Portland. 1960 übersiedelte er nach New York, wo er 1966 ein Studium der Kunstgeschichte am Hunter College abschloss. 

1951 und 1952 leistete er seinen Militärdienst in der US Army. In den 1950er-Jahren weckte seine damalige Frau Simone Forti (geb. 1935) in Kalifornien sein Interesse für den Tanz und die Performance, und er begann, die Skulptur im Kontext von Raum und Zeit zu betrachten. Anfang der 1960er-Jahre arbeiteten Morris und Forti mit dem postmodernen Judson Dance Theater zusammen. 

In der New Yorker Green Gallery präsentierte der Künstler 1963 in seiner ersten, von Donald Judd (1928–1994) rezensierten Einzelausstellung seine minimalistischen Skulpturen. An gleicher Stelle zeigte er im darauffolgenden Jahr grau bemalte Skulpturen aus Polyeder, bei denen es ihm vor allem um die räumliche Beziehung zwischen Objekt und Betrachter ging. 1966 veröffentlichte er in der Zeitschrift Artforum seinen Aufsatz „Notes on Sculpture“ und nahm an der Ausstellung Primary Structures teil, die das Jüdische Museum New York veranstaltete. 

Gegen Ende des Jahrzehnts ging er dazu über, auch mit flexibleren Materialien wie Filz zu arbeiten. 1969 schuf er für die Ausstellung Anti-Illusion: Procedures/Materials im Whitney Museum eine ephemere Installation. Später wurde Morris außerdem zu einem Vorreiter der Land Art und der Konzeptkunst.

Werke von Robert Morris in der Ausstellung