Rhod Rothfuss

  • Geboren 1920 in Montevideo, Uruguay
  • Gestorben 1969 in Montevideo, Uruguay

Als Theoretiker des „unregelmäßigen Rahmens“ erweiterte Rhod Rothfuss (eigentlich Carlos María Rothfuss) in seinem reifen Werk die Grenzen des Konstruktivismus, indem er geometrische und unregelmäßige Formen in seine leuchtend bunten Werke aufnahm. 

Rothfuss studierte Kunst in Montevideo, bis er 1942 nach Buenos Aires ging. Dort schloss er sich einer Gruppe um den argentinischen Designer Tomás Maldonado (* 1922), den uruguayischen Künstler Carmelo Arden Quin (1913–2010) und den aus der Slowakei stammenden Maler Gyula Kosice (1924–2016) an, die eine Zeitschrift mit dem Titel Arturo publizierte. 

Sie enthielt Kunstwerke und Manifeste von Künstlern, die die geometrische Abstraktion der traditionellen figurativen und symbolischen Malerei vorzogen, erschien aber nur ein einziges Mal. Rothfuss behauptete in einem der Arturo-Beiträge, dass die Selbstreflexivität in der Malerei geformter Rahmen bedürfe. 

1945 nahm er an der ersten Ausstellung der Asociación Arte-Concreto-Invención (Gesellschaft zur Erfindung der konkreten Kunst) teil. Mit Quin und Kosice gründete er die Splittergruppe Madí, die sich für eine universelle konkrete Kunst aussprach, zu der auch Musik und andere Kunstformen gehören sollten. 

Madí veröffentlichte von 1947 bis 1954 eine eigene Zeitschrift. Ab 1947 nahm Rothfuss an den meisten wichtigen lokalen und internationalen Ausstellungen von Madí teil. Er vertrat Argentinien beim ersten Salon des Réalités Nouvelles im Musée d’Art Moderne de la Ville de Paris im Jahr 1948.

Werke von Rhod Rothfuss in der Ausstellung