Raymond Hains

  • Geboren 1926 in Saint-Brieuc, Frankreich
  • Gestorben 2005 in Paris, Frankreich

In Raymond Hains’ Werken spiegelt sich sein Interesse an Sprache, Wortspielen und verbalen Assoziationen wider. Er beschränkte sich nicht auf einen Stil, eine Technik oder ein Medium, sondern probierte alles Mögliche aus, von der Fotografie über Installationen mit objets trouvés bis zur Bildhauerei und Web-basierten Collagen. 

1945 schrieb er sich zu einem Bildhauerkurs an der École régionale des beaux-arts de Rennes ein, beendete den Kurs jedoch vorzeitig und zog nach Paris, wo er bei dem Fotografen Emmanuel Sougez (1889–1972) eine Ausbildung machte. Seine experimentellen abstrakten photographies hypnagogiques entstanden mithilfe von Spiegeln. 

1949 nahm Hains Kontakt zu seinem früheren Klassenkameraden aus Rennes, dem Mixed-Media-Künstler Jacques de la Villeglé (geb. 1926), auf. Die folgenden zwölf Jahre schufen die beiden Dekollagen aus abgerissenen, übereinandergeklebten Plakaten; man nannte sie folglich affichistes. Ihre „Readymade-Bilder“ konterkarierten den US-amerikanischen Abstrakten Expressionismus und die französische Art informell. 

Hains war Mitbegründer der sich 1960 konstituierenden Künstlergruppe Les Nouveaux Réalistes und nahm an der ersten Gruppenausstellung teil. Auch außerhalb Frankreichs präsentierte er seine Werke auf zahlreichen Ausstellungen. Zu nennen sind beispielsweise The Art of Assemblage (Museum of Modern Art in New York, 1961), die Biennale von Venedig (1964) und die documenta in Kassel (1968 und 1997).

Werke von Raymond Hains in der Ausstellung