Ramsès Younane

  • Geboren 1913 in Minia, Ägypten (damals Osmanisches Reich)
  • Gestorben 1966 in Ägypten

Ramsès Younane gilt als einer der Gründer des ägyptischen Surrealismus. 1933 beendete er sein Studium an der École des Beaux-Arts in Kairo; 1934 begann er an einem Gymnasium Kunst zu unterrichten. 

Von 1939 bis 1946 war er Mitglied der trotzkistischen Gruppe Art et Liberté. Er war Mitherausgeber einer Reihe von linken Zeitschriften, so z.B. La Part du Sable (zusammen mit dem Dichter Georges Henein, 1914–1973) und al-Tatawwur, dem ersten sozialistischen Magazin Ägyptens. 

Von 1942 bis 1944 war Younane Chefredakteur von Al Magalla al Gedida, der ersten arabischsprachigen trotzkistischen Zeitschrift. Nach dem Zweiten Weltkrieg emigrierte er nach Frankreich; 1947 beteiligte er sich an den internationalen Surrealismus-Ausstellungen in Paris und Prag. 

1948 publizierte er mit Henein den Text Notes sur une ascèse hystérique, in dem er den Surrealismus punktuell kritisierte, insbesondere die Methode des Automatismus und seine Affinität zum Marxismus. Noch im selben Jahr brach er mit den französischen Surrealisten. 

Younane übersetzte Werke von Albert Camus, Franz Kafka und Arthur Rimbaud ins Arabische. 1956 kehrte er nach Ägypten zurück. Er repräsentierte sein Heimatland 1961 auf der Biennale von São Paulo und 1964 auf der Biennale von Venedig.

Werke von Ramsès Younane in der Ausstellung