Princess Fahrelnissa Zeid

  • Geboren 1901 in Büyükada, Türkei (vormals Osmanisches Reich)
  • Gestorben 1991 in Amman, Jordanien

Fahrelnissa Zeid gehörte zu den ersten Frauen, die sich 1920 in Istanbul an der Schule der schönen Künste einschrieben. 1928 zog sie nach Paris, wo sie die Académie Ranson besuchte. Zusammen mit ihrem ersten Mann, dem Romancier İzzet Melih Devrim, reiste sie quer durch Europa und lernte die Kunstströmungen der Moderne kennen. 

Auch mit ihrem zweiten Mann, dem irakischen Botschafter Prinz Zeid bin Hussein, den sie 1934 heiratete, unternahm sie ausgedehnte Reisen durch Europa, in den Nahen Osten und in die Vereinigten Staaten. 

Es überrascht also nicht, dass Zeids Werke von der byzantinischen Ikonografie und dem Sufismus ebenso beeinflusst sind wie vom europäischen Fauvismus (malerische Qualitäten, kühne Farbgebung) und Kubismus (gebrochene geometrische Formen). 

Am bekanntesten sind ihre abstrakten Bilder, doch sie malte auch Porträts und Alltagsszenen. 1942 schloss sie sich der D-Gruppe an, mit der sie in Istanbul ausstellte. Zwei Jahre später hatte sie ihre erste Einzelausstellung in Istanbul; anschließend zeigte sie ihre Arbeiten in London und Paris. 

Ihren Durchbruch hatte sie 1950 mit ihrer ersten Werkschau in der New Yorker Hugo Gallery, wo sie eine Reihe großer abstrakter Gemälde präsentierte. 1975 zog sie nach Amman in Jordanien. Dort unterrichtete sie an der königlichen Kunsthochschule und gründete das Fahrelnissa Zeid Institute of Fine Arts.