Pedro de Oraá

  • Geboren 1931 in Havanna, Kuba

Pedro de Oraá entwickelte eine eigene Bildsprache, die Elemente von Hard-Edge- und organischer Abstraktion verbindet und sich auf wenige Farben – vor allem Schwarz, Weiß, Rot und Purpur – beschränkt. Er studierte in seiner Jugend eine Zeitlang an der Kunstakademie von San Alejandro, musste diese Ausbildung jedoch aus finanziellen Gründen abbrechen. In den 1950er-Jahren, als er sich mit der Abstraktion auseinandersetzte, veröffentlichte er seinen ersten Gedichtband, El Instante Cernido (Der beobachtete Moment) (1952/53).

Nachdem de Oraá die Künstlerin Loló Soldevilla (1901–1971) kennengelernt hatte, reisten beide 1957 anlässlich seiner ersten Einzelausstellung in der Galería-Librería Sardio in Caracas nach Venezuela. Im gleichen Jahr gründete das Paar in Havanna die Galería de Arte Color-Luz, die zum Treffpunkt der Diez Pintores Concretos (Zehn Konkreten Maler) wurde, einer Künstlergruppe, die im Stil der geometrischen Abstraktion arbeitete (1958–1961).

De Oraá wurde zum Archivar der Gruppe und dokumentierte die lokale kubanische Kunstszene. Er repräsentierte Kuba bei verschiedenen Ausstellungen im Ausland und spielte seit 1961 eine wichtige Rolle in nationalen Kulturorganisationen, wie etwa in der Unión Nacional de Escritores y Artistas de Cuba (Nationale Schriftsteller- und Künstlervereinigung) und im Consejo Nacional de Cultura (Nationaler Kulturrat). De Oraá erhielt 2011 den Nationalpreis für Buchgestaltung des Instituto Cubano del Libro (Kubanisches Buch-Institut) und 2015 den Premio Nacional de Artes Plásticas (Nationalpreis für bildende Kunst).

Werke von Pedro de Oraá in der Ausstellung