Norman Lewis

  • Geboren 1909 in New York, New York, Vereinigte Staaten
  • Gestorben 1979 in New York, New York, Vereinigte Staaten

Norman Lewis gilt als Individualist unter den Abstrakten Expressionisten. Nachdem er an der Highschool Werbegrafik studiert hatte, fuhr er in den Gewässern Südamerikas und der Karibik mehrere Jahre zur See. In den 1930er-Jahren studierte er an der Columbia University, besuchte Kurse bei Augusta Savage (1892–1962) und schloss sich der sogenannten 306 Group an – einer in Harlem ansässigen afroamerikanischen Künstlergruppe mit 306 Mitgliedern. 

Zu dieser Zeit begann er im Stil des sozialkritischen Realismus zu malen. Er war ein politischer Künstler, arbeitete für das Programm der Works Progress Administration und gehörte bald fest zur Harlemer Künstlergemeinschaft. In den 1940er-Jahren schuf er gestische, vom Jazz inspirierte Gemälde in leuchtenden Farben mit atmosphärischen Effekten und kalligrafischen Linien, die in dynamischen, schwarmartigen Formationen arrangiert waren. 

Ab 1949 hatte er eine Reihe von Einzelausstellungen in der Willard Gallery in New York; 1951 war er in der Ausstellung Abstract Painting and Sculpture in America im Museum of Modern Art in New York vertreten. 

Er war Mitbegründer der 1961 im Zusammenhang mit der Bürgerrechtsbewegung entstandenen Künstlergruppe SPIRAL und der 1969 aus der Taufe gehobenen New Yorker Chinque Gallery für farbige Künstler. 1975 erhielt er ein Guggenheim-Stipendium; 2015 widmete ihm die Pennsylvania Academy of Fine Arts eine große Retrospektive.

Werke von Norman Lewis in der Ausstellung