Niki de Saint Phalle

  • Geboren 1930 in Neuilly-sur-Seine, Frankreich
  • Gestorben 2002 in San Diego, Kalifornien, Vereinigte Staaten

Niki de Saint Phalle, als Künstlerin eine Autodidaktin, verbrachte den größten Teil ihrer Kindheit in New York. Ihre ersten Gemälde entstanden 1950. Zwei Jahre später zog sie nach Paris und besuchte die Schauspielschule. Nach einem Nervenzusammenbruch im Jahr 1953 wandte sie sich im Zuge der Therapie der Malerei zu und beschloss Künstlerin zu werden.

1955 ging sie nach Spanien, wo Antonio Gaudís Werk, vor allem sein Park Güell in Barcelona, sie tief beeindruckten. Nach ihrer Rückkehr nach Paris lernte sie ihren späteren Mann Jean Tinguely (1925–1991) kennen, mit dem sie 1960 eine Liebesbeziehung einging. Als Künstlerin erregte sie zum ersten Mal Anfang der 1960er-Jahre mit ihren Schießbildern Aufmerksamkeit – reliefartigen Assemblagen aus Gips mit versteckt angebrachten Farbbeuteln, auf die sie aus einiger Entfernung schoss. So hielten Zufall, Spektakel und Performance Einzug in die Kunst.

Später beschäftigte sich de Saint Phalle vor allem mit dem Thema Frauen und Eros. 1965 schuf sie ihre ersten Nanas – runde, bunt bemalte, archetypische Frauenfiguren. Eine ihrer bedeutendsten Auftragsarbeiten war Hon (Sie) (1966), eine begehbare, rund sechs Meter hohe liegende Nana, die im Moderna Museet in Stockholm die Beine spreizt. Zusammen mit Tinguely realisierte sie auch größere Werke wie z.B. den Strawinski-Brunnen (1982) in Paris. Ihr Tarotgarten in der Toskana, ein ambitioniertes Projekt, an dem sie 20 Jahre lang arbeitete, wurde 1998 eröffnet.

Werke von Niki de Saint Phalle in der Ausstellung