Mohammed Melehi

  • Geboren 1936 in Asilah, Marokko

Mohammed Melehi ist ein bedeutender Maler der marokkanischen Moderne. Von 1953 bis 1955 besuchte er die École des Beaux-Arts im marokkanischen Tétouan. Anschließend verbrachte er sechs Jahre in Sevilla, Madrid, Rom und Paris. Dank eines Stipendiums der Rockefeller Foundation konnte er von 1962 bis 1964 an der Columbia University in New York studieren. 

Ab den 1960er-Jahren taucht in seinen Bildern immer wieder das Motiv der Welle auf – typischerweise in kühnen Farben und mit harten Konturen. Nach seiner Rückkehr nach Marokko wurde Melehi Professor für Malerei, Bildhauerei und Fotografie an der École des Beaux-Arts in Casablanca. 

Er war Mitbegründer der Casablanca-Gruppe, die sich anhand der Bildsprache und Traditionen Marokkos mit den Lehren der Moderne auseinandersetzte. Von 1966 bis 1969 arbeitete er bei der linksgerichteten Zeitschrift Souffles mit; 1972 gründete er das Kulturmagazin Integral, das er bis 1977 leitete. 1969 organisierte er die erste Open-Air-Ausstellung in Marrakech. 

In seiner Heimatstadt Asilah rief er 1978 ein alljährlich stattfindendes Kunstfestival ins Leben. Von 1985 bis 1992 war er Kunstdirektor im Ministerium für Kultur und von 1999 bis 2002 Berater für kulturelle Angelegenheiten im Ministerium für Äußere Angelegenheiten und Zusammenarbeit.