Mitchell Siporin

  • Geboren 1910 in New York, New York, Vereinigte Staaten
  • Gestorben 1976 in Newton, Massachusetts, Vereinigte Staaten

Mitchell Siporin war ein Künstler des sozialen Realismus, der sich überwiegend mit dem Thema Arbeit auseinandersetzte. Nach dem Umzug seiner Familie nach Chicago studierte er am Art Institute of Chicago (Crane College) und arbeitete Anfang der 1930er-Jahre als Illustrator für Magazine wie Esquire, The New Masses und Ringmaster

Mit seiner Serie Haymarket (1932–1935) – Illustrationen zu dem berüchtigten Haymarket Riot, einem Arbeiteraufstand, der 1886 in Chicago stattgefunden hatte – machte er schon früh auf sich aufmerksam. 

Von 1937 bis 1942 schuf er für die Works Progress Administration (WPA) Wandbilder in öffentlichen Gebäuden, u.a. im Postamt von St. Louis. Es war der größte Einzelauftrag, den die US-Regierung je vergab und eines der wenigen WPA-Projekte, das einen gesellschaftlichen Konflikt schildert. 

1939 war Siporin in der Ausstellung Century of Progress im Rahmen der New Yorker Weltausstellung vertreten. Nach dem Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg ging er zur Army und wurde im Rahmen des Army Art Program in Nordafrika und Italien eingesetzt. 

1945 erhielt er ein Guggenheim-Stipendium, 1949 wurde er mit dem Prix de Rome für Malerei ausgezeichnet. 1948 begann er als Direktor des Sommerschulprogramms an der School of the Museum of Fine Arts in Boston zu unterrichten. 1951 gründete er das Department of Fine Arts an der Brandeis University, wo er bis kurz vor seinem Tod lehrte.

Werke von Mitchell Siporin in der Ausstellung