Max Bill

  • Geboren 1908 in Winterthur, Schweiz
  • Gestorben 1994 in Berlin, Deutschland

Max Bill gehörte zu den begeisterten Vertretern des „Ordnungsprinzips“ und versuchte in beinahe allen seinen Entwürfen einem „mathematischen Denken“ zu folgen, das für ihn die Grundlage der menschlichen Wahrnehmung bildete. Von 1927 bis 1929 studierte der gelernte Silberschmied am Bauhaus in Dessau. In den 1930er-Jahren ließ er sich vom neoplastizistischen Konzept der Bewegung De Stijl (1917–1931) beeinflussen und orientierte sich insbesondere an der von Theo van Doesburg (1883–1931) in dessen Manifest Base de la peinture concrète (1930, dt. Die Grundlagen der konkreten Malerei) formulierten Theorie.
Bill nahm diesen Essay als Ausgangspunkt für seine eigene Erforschung konkreter Formen; 1944 organisierte er in der Kunsthalle Basel die maßgebliche Ausstellung Konkrete Kunst.

1953 zählte Bill zu den Mitbegründern der Hochschule für Gestaltung Ulm, deren Universitätsgebäude er entwarf. Er war zudem an der Ausarbeitung des sich am Bauhaus orientierenden Curriculums beteiligt, das später um wissenschaftliche und künstlerische Fächer erweitert wurde.

Während der Nachkriegszeit war sein Schaffen mit einer intensiven Ausstellungstätigkeit verbunden. Seine Skulptur Dreiteilige Einheit ‒ sie wurde 1951 auf der Bienal de São Paulo in Brasilien mit dem ersten Preis ausgezeichnet ‒, sollte die Rezeption der Konkreten Kunst in Lateinamerika wesentlich beeinflussen.

Bills Arbeiten wurden auf zahlreichen internationalen Ausstellungen präsentiert, darunter auf den ersten drei Ausgaben der documenta (1955, 1959, 1964), in einer Retrospektive im Kunsthaus Zürich (1968/69), in der Albright-Knox Art Gallery in Buffalo, im Los Angeles County Museum of Art (1974) und im Solomon R. Guggenheim Museum in New York (1988).

Werke von Max Bill in der Ausstellung