Mathias Goeritz

  • Geboren 1915 in Danzig, Deutschland
  • Gestorben 1990 in Mexiko-Stadt, Mexiko

Der in Deutschland geborene Architekt, Künstler und Autor Mathias Goeritz besuchte neben seinem Studium der Philosophie und Kunstgeschichte an der Friedrich-Wilhelms- Universität in Berlin (Dissertation 1940) Zeichenkurse an der Kunstgewerbe- und Handwerkerschule Berlin-Charlottenberg. Während des Zweiten Weltkriegs emigrierte er nach Spanisch-Marokko, wo er zwischen 1941 und 1944 lebte und unterrichtete. Nach dem Krieg ließ sich Goeritz in Spanien nieder und begann mit der Malerei. 1948 zählte er zu den Gründungsmitgliedern des offenen Künstlerforums Escuela de Altamira. Im Jahr darauf zog er nach Mexiko – Ignacio Díaz Morales hatte ihm dort ein Lehramt an der Escuela de Arquitectura der Universidad de Guadalajara angeboten, das er bis 1954 innehatte. 1953 präsentierte Goeritz im Rahmen seines wegweisenden Architekturprojekts Museo Experimental El Eco sein Manifiesto de la Arquitectura Emocional (Manifest der Emotionellen Architektur) und La serpiente de El Eco (Die Schlange von El Eco, 1953), eine seine ersten großformatigen Skulpturen. Nach dem Umzug nach Mexiko- Stadt im Jahr 1954 konzentrierte er sich auf abstrakte Skulpturen im öffentlichen Raum, die häufig in Zusammenarbeit mit anderen Künstlern entstanden, darunter Luis Ramiro Barragán Morfín (Torres de Satélite [Satellitentürme], 1957). In den späten 1950er-Jahren begann Goeritz die Werkserie Mensajes dorado (Goldene Botschaften) – spirituell motivierte abstrakte Monochrome in Blattgold auf Holz. Ab 1961 kehrte er zu seinen einstigen großformatigen Gemeinschaftsarbeiten zurück und arbeitete auch in Jerusalem.

Werke von Mathias Goeritz in der Ausstellung