Marwan Kassab-Bachi

  • Geboren 1934 in Damaskus, Syrien

Kassab-Bachi zog 1957 nach Berlin, wo er an der Hochschule für Bildende Künste bei Hann Trier (1915–1999) studierte. Von 1962 bis 1970 arbeitete er in einer Pelzfabrik und begann nebenbei Porträts zu malen. 1963 schloss er sich dem Kreis um Georg Baselitz (* 1938) und Eugen Schönebeck (* 1936) an. 

In den 1970er-Jahren, die Kassab-Bachi als eine Zeit der künstlerischen Umkehr beschreibt, entwickelte er seine ersten Gesichtslandschaften. Im Laufe der Jahre kehrte er immer wieder zu diesem Motiv zurück. Auch machte er sich mit dem Abstrakten Expressionismus und dem Tachismus vertraut. 

Seine Porträts sind Archetypen: individuell und zugleich universell. Die wohlüberlegt ausgewählten Farben – manchmal nur vier oder fünf Töne – gehen fließend ineinander über, sodass die Flächigkeit des Gemäldes betont wird. Die Figuren sind vor undefinierbare Hintergründe gesetzt und wirken daher isoliert. 

Von 1977 bis 1979 war Kassab-Bachi Gastprofessor für Malerei an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin (ab 1975 Hochschule der Künste, heute Universität der Künste). 1980 wurde er zum ordentlichen Professor ernannt, 2002 emeritiert. 1994 wurde er als erstes arabischstämmiges Mitglied in die Berliner Akademie der Künste aufgenommen.

Werke von Marwan Kassab-Bachi in der Ausstellung