Marta Minujín

  • Geboren 1943 in Buenos Aires, Argentinien

Marta Minujín ist eine renommierte Pionierin in den Bereichen Happening, Performanc, Soft Sculpture und Medienkunst. 1960 begann sie ihr Studium am Instituto Universitario Nacional del Arte (der heutigen Universidad Nacional de las Artes) in Buenos Aires. Mittels eines Stipendiums reiste sie nach Paris, wo ihre Arbeiten 1960 in der Ausstellung Pablo Curatella Manes und dreißig argentinische Künstler der jungen Generation in der Galérie Creuze gezeigt wurden. 

Während ihres dreijährigen Aufenthalts in Paris lernte sie die dortige Avantgarde-Szene kennen, vollendete ihre ersten Gruppenarbeiten und experimentierte mit handbemalten Matratzen, aus denen sie interaktive Objekte schuf. Die ästhetischen Anliegen, die sie von Anfang an vertrat – die Einbeziehung des Publikums und der Kampf gegen die Auffassung vom Kunstwerk als einem dauerhaften, materiellen Objekt –, fanden ihren ersten nennenswerten Ausdruck in La Destrucción (Die Zerstörung) aus dem Jahr 1963. Für dieses Happening lud Minujín andere Künstler dazu ein, gemeinsam mit ihr einige ihrer Werke zu zerstören und zu verbrennen. 

1966 erhielt sie ein Guggenheim-Stipendium, konnte Argentinien verlassen, gerade als das Militärregime die Macht übernahm, und zog nach New York. Dort schuf sie das Minuphon, eine psychedelische Installation in Form einer Telefonzelle, in der Besucher eine Nummer wählen konnten, woraufhin Geräusche ertönten, Farbspiele auf den Glasscheiben erschienen und die Besucher sich selbst auf einem im Boden eingelassenen Fernsehbildschirm sahen. 1976 kehrte Minujín nach Buenos Aires zurück.

Werke von Marta Minujín in der Ausstellung