Mark Tobey

  • Geboren 1890 in Centerville, Wisconsin, Vereinigte Staaten
  • Gestorben 1976 in Basel, Schweiz

Mark Tobey ist bekannt für seine ungegenständlichen Werke aus vielschichtig und gleichmäßig auf der Bildoberfläche verteilten Pinselstrichen, die an asiatische Kalligrafie erinnern. 

Er studierte von 1906 bis 1908 Malerei am Art Institute of Chicago und arbeitete ab 1911 als Modezeichner in New York und Chicago. Seine frühen Porträtzeichnungen wurden 1917 in seiner ersten Einzelausstellung in der New Yorker Galerie Knoedler & Co. ausgestellt. 

Ein Jahr später zog er nach Seattle, wo er mit der Bahai-Religion in Berührung kam und konvertierte. Seine Freundschaft mit dem chinesischen Maler Teng Kuei und seine Auslandsreisen förderten sein nachhaltiges Interesse an ostasiatischer Philosophie und Ästhetik (chinesische Kalligrafie, persische und arabische Schrift). 

1925 zog Tobey von Seattle nach Paris und bereiste anschließend für etwa zwei Jahre Europa und den Nahen Osten. Seine Reisen nach China und Japan 1934 führten schließlich zur Entstehung seiner „weißen Schriften“. Diese abstrakten Kompositionen in gedämpften Farbtönen, die aus verdichteten Schichten kalligrafischer Linien bestehen, wurden erstmals 1944 in der New Yorker Willard Gallery ausgestellt. 

Tobeys Kunst war seit den frühen 1960er-Jahren in zahlreichen Einzelausstellungen und Retrospektiven zu sehen. Er erhielt den Guggenheim International Award (1956) und den Internationalen Preis für Malerei der Biennale von Venedig (1958).

Werke von Mark Tobey in der Ausstellung