Maria Lassnig

  • Geboren 1919 in Kraftfeld, Kärnten, Österreich
  • Gestorben 2014 in Wien, Österreich

Maria Lassnig erhielt 1988 als erste Frau den Großen Österreichischen Staatspreis für Bildende Kunst. 1941 begann sie an der Wiener Akademie der bildenden Künste zu studieren – zuerst bei Wilhelm Dachauer (1881–1951), der ihre Bilder angeblich als „entartet“ bezeichnete, dann bei Ferdinand Andri (1871–1956) und Herbert Boeckl (1894–1966). 

Ende der 1950er-Jahre benannte Lassnig das „Körperbewusstsein“ als ihr künstlerisches Leitmotiv. Ohne sich den Zwängen einer realistischen Wiedergabe zu beugen, stellte sie die Realität ihrer körperlichen Empfindungen und Bedürfnisse anhand deformierter Körper in symbolträchtigen Farben dar. Von 1961 bis 1968 lebte sie in Paris; anschließend zog sie nach New York. Nach dem Besuch eines Zeichentrickkurses an der School of Visual Arts drehte sie mehrere Filme, so z.B. Selfportrait (1971). 

1980 wurde sie als Professorin an die Universität für angewandte Kunst in Wien berufen. In ihrer Meisterklasse baute sie ein Trickfilmstudio auf. 1980 vertrat Lassnig Österreich auf der Biennale von Venedig, 1982 nahm sie an der documenta 7 in Kassel teil. 2013 wurde sie auf der Biennale von Venedig mit dem Goldenen Löwen für ihr Lebenswerk ausgezeichnet.

Werke von Maria Lassnig in der Ausstellung