Maqbool Fida Husain

  • Geboren 1915 in Pandharpur, Indien
  • Gestorben 2011 in London, Vereinigtes Königreich

Maqbool Fida Husain, einer der bekanntesten modernen Künstler Indiens, ließ sich bei seinen narrativen Gemälden von verschiedenen Quellen der indischen Kultur inspirieren, etwa von Gestalten des Hinduismus und anderer Religionen, von der Farbenpracht und der Lebendigkeit der Feste, von historischen Ereignissen, vom Tanz und vom Alltag seiner Zeitgenossen. 

In Baroda erlernte er die Kunst der Kalligrafie, war aber in erster Linie Autodidakt. 1935 begann er, Filmplakate für Bollywood-Filme zu malen. 1947 veranstaltete er in der Bombay Art Society seine erste Ausstellung. Im selben Jahr, nach der Teilung von Indien und Pakistan, gründete er die Progressive Artists Group mit. 

In den frühen 1950er-Jahren reiste Husain nach Europa, wo man ihm 1952 in Zürich eine Einzelausstellung widmete. Nachhaltig beeinflusst wurde er durch die Begegnung mit Paul Klee (1879–1940) und anderen Meistern des Kubismus. Sein Kurzfilm Through the Eyes of a Painter wurde bei der Berlinale 1967 mit einem Goldenen Bären ausgezeichnet. 1971 war er – gemeinsam mit Pablo Picasso (1881–1973) – Ehrengast der Biennale von São Paulo. 

Husain wurde mit den Staatspreisen Padma Shri (1966), Padma Bhushan (1973) und Padma Vibhushan (1991) ausgezeichnet, stieß in Indien mit seinen satirischen Darstellungen religiöser Gestalten jedoch auch auf Kritik. Todesdrohungen und von hinduistischen Extremisten angestrengte Prozesse veranlassten den Künstler im Jahr 2006, Indien ein für alle Mal den Rücken zu kehren.

Werke von Maqbool Fida Husain in der Ausstellung