Magda Cordell

  • Geboren 1921 in Ungarn
  • Gestorben 2008 in Sloan, New York, Vereinigte Staaten

Die ungarische Künstlerin Magda Cordell (geborene Magda Lustigova) floh im Zweiten Weltkrieg vor den Nazis nach Ägypten und Palästina. Dort arbeitete sie als Übersetzerin und lernte ihren ersten Mann, den Komponisten Frank Cordell (1918–1980), kennen, mit dem sie sich Anfang der 1950er-Jahre in London niederließ. Das Ehepaar teilte sein Atelier mit dem Künstler John McHale (1922–1978), Magdas späterem Ehemann.

1952 traten die Cordells als Mitbegründer der Independant Group (IG) in Erscheinung, eines britischen Künstlerkollektivs, das der Pop-Art den Weg bereitete. Cordell beteiligte sich aktiv an der Organisation der IG-Ausstellung This Is Tomorrow, die 1956 in der Londoner Whitechapel Gallery gezeigt wurde. Sie sah sich selbst ihr Leben lang in erster Linie als Malerin, obwohl sie ihre produktivste Phase als Künstlerin in den 1950er-Jahren hatte.

Ihre Gemälde zeigen entstellte Frauenfiguren und wurden oft mit den Werken Jean Dubuffets (1901–1985) verglichen bzw. mit der Art brut in Zusammenhang gebracht. Der Kunstkritiker Lawrence Alloway (1926–1990) erkannte in ihrem Werk auch „atomare Einflüsse“ sowie eine Beziehung zum Abstrakten Expressionismus.

Als Magda 1961 mit ihrem zweiten Mann in die USA zog, arbeitete McHale bei Buckminster Fuller an der Southern Illinois University, und beide Ehepartner begannen sich wissenschaftlich mit Futurologie zu beschäftigen. 1968 gründeten sie das Center for Integrative Studies an der Binghampton University im Bundesstaat New York. Später lehrte Magda McHale Futurologie und Kunst an den Universitäten von Houston (Texas) und Buffalo (New York).

Werke von Magda Cordell in der Ausstellung