Lynn Hershman Leeson

  • Geboren 1941 in Cleveland, OH, USA

Die Künstlerin und Filmemacherin Lynn Hershman Leeson studierte an der Case Western Reserve University in Cleveland und an der San Francisco State University, wo sie einen MFA erhielt. In ihrem Crossmedia-Ansatz entstehen meist interaktive Arbeiten, die Fotografie, Video, Film, Installation, Performance und internetbasierte Medien miteinander vereinen. Ihr Werk verknüpft Kunst mit Kommentaren zu gesellschaftlichen Themen und Technologie. Hershman gilt zudem als wichtige Stimme der feministischen Bewegung und widmet sich immer wieder Fragen zu (konstruierter) Identität, Datenschutz, Überwachung und der Beziehung zwischen realen und virtuellen Welten sowie zwischen Menschen und Maschinen. Am bekanntesten ist vermutlich ihre Serie rund um die fiktive Figur Roberta Breitmore (1973–1978). In ihren jüngeren Arbeiten erwies sie sich als Pionierin moderner Medienkunst: LORNA (1979–1983) war das erste interaktive Videoprojekt. In Deep Contact: The Sexual Fantasy Videodisk (1984–1986) setzte sie als erste Künstlerin berührungsaktive Bildschirme ein.

Werke von Lynn Hershman Leeson in der Ausstellung