Lucio Fontana

  • Geboren 1899 in Rosario di Santa Fé, Argentinien
  • Gestorben 1968 in Comabbio bei Varese, Italien

Bekanntheit erlangte Lucio Fontana als Begründer der Künstlerbewegung des Spazialismo und aufgrund seiner Verbindung zur Arte Povera. Seine Familie war 1905 nach Italien zurückgekehrt, Fontana ging jedoch 1922 wieder nach Argentinien, um seinem Vater in dessen Bildhauerwerkstatt zur Hand zu gehen. 1924 richtete er sich ein eigenes Atelier ein und erhielt eine Reihe bedeutender öffentlicher Aufträge. 1928 studierte er an der Accademia di Belle Arti di Brera, 1930 nahm er an der Biennale von Venedig teil und 1931 hatte er seine erste Einzelausstellung in der Galleria del Milione in Mailand. 

In Albisola experimentierte Fontana in den 1930er-Jahren mit abstrakten Figuren, geometrischen Formen und Keramikskulpturen. 1940 kehrte er erneut nach Argentinien zurück, wo er an verschiedenen Institutionen unterrichtete. Angeregt durch den Kontakt mit jungen Künstlern verfasste er 1946 sein berühmtes Manifesto Bianco und ging dazu über, seine Arbeiten als concetto spaziale (Raumkonzept) zu bezeichnen. 1947 kehrte er nach Mailand zurück, wo er sich der Bewegung des Spazialismo (Raumkunst) anschloss und das Manifesto dello Spazialismo verfasste. 

In seinem Ambiente spaziale a luce nera (1948–1949), das in einem abgedunkelten Raum präsentiert wird, kombinierte Fontana verschnörkelte Formen mit fluoreszierenden Farben und schwarzem Licht. Anlässlich einer Ausstellung seiner Werke in der Galerie von Martha Jackson reiste er 1961 nach New York. 1966 entwarf er darüber hinaus Bühnenbilder und Kostüme für die Mailänder Scala.

Werke von Lucio Fontana in der Ausstellung