Lucas Sithole

  • Geboren 1931 in Springs, Südafrika
  • Gestorben 1994 in Pongola, Südafrika

Der südafrikanische Bildhauer Lucas Sithole wurde vor allem durch seine Arbeit mit Hölzern aus seiner Heimat bekannt. Ab seinem sechsten Lebensjahr lebte er bei seiner Großmutter, einer berühmten Töpferin aus der Ethnie der Swasi, die seine künstlerische Laufbahn stark beeinflusste, ihm von afrikanischen Mythen erzählte und ihn ermunterte, kleine Tier- und Menschenfiguren aus Lehm zu formen. 

Mit 17 erhielt Sithole ein Stipendium des Rotary-Clubs von Springs, das ihm den Besuch des Vlakfontein Technical College ermöglichte. Eigentlich wollte er Bildhauerei studieren, doch da es im Kollegium keine Bildhauer gab, musste er mit Schreinern und Schweißen Vorlieb nehmen. 

Die dabei erworbenen Fähigkeiten erwiesen sich als wertvoll für seine Arbeit als Bildhauer. Ende der 1950er-Jahre studierte Sithole am Polly Street Art Center, wo er den südafrikanischen Künstler Cecil Skotnes (1926–2009) kennenlernte. 

Für seine Werke verwendete Sithole am liebsten Holz aus den Stämmen einheimischer Bäume, arbeitete aber auch mit (Sand-)Stein und Bronze. Viele seiner figürlichen Skulpturen sind sehr schmal und in die Länge gezogen. Die Oberfläche ist entweder auf Hochglanz poliert oder schartig und rau. Obwohl er Südafrika nie verließ (ausgenommen Swasiland und Lesotho), wurden seine Arbeiten international ausgestellt.