Leon Kossoff

  • Geboren 1926 in London, Vereinigtes Königreich

Leon Kossoff, ein expressionistischer Maler der sogenannten School of London, ist vor allem für seine Porträts, Aktzeichnungen und Londoner Stadtlandschaften bekannt. Vor seinem Militärdienst in Italien, Belgien, Holland und Deutschland von 1945 bis 1948 besuchte er Kurse für Werbegrafik und Zeichnen. Nach dem Krieg studierte er an der Saint Martin’s School of Art und am Borough Polytechnic (1949 bis 1953). 

Sein Lehrer war der Maler David Bomberg (1890–1957), ein Mitstudent war der Maler Frank Auerbach (geboren 1931). Kossoff studierte bis 1956 am Royal College of Art und gehörte danach zum Künstlerstamm von Helen Lessores Beaux Arts Gallery in London, wo seine Arbeiten in sechs Ausstellungen präsentiert wurden. 

Eine große Einzelausstellung fand 1972 in der Whitechapel Gallery statt. Kossoffs Gemälde sind aus dicken Farbschichten aufgebaut, die mit gut erkennbaren breiten Pinselstrichen aufgetragen werden. Seine bevorzugten Sujets sind Gegenden, wo er gewohnt hat, und Menschen, die er auf der Straße beobachtete. 

Er hat oft die Schalterhalle der U-Bahn-Station Kilburn Underground gemalt. Neben seiner Laufbahn als Künstler unterrichtete Kossoff am Regent Street Polytechnic, an der Chelsea School of Art und an der Saint Martin’s School of Art. 1995 vertrat er Großbritannien auf der Biennale von Venedig.

Werke von Leon Kossoff in der Ausstellung