Leon Golub

  • Geboren 1922 in Chicago, Illinois, Vereinigte Staaten
  • Gestorben 2004 in New York, New York, Vereinigte Staaten

Der US-amerikanische Maler Leon Golub studierte Kunstgeschichte an der University of Chicago und erhielt 1950 einen MFA am Art Institute of Chicago. Während des Zweiten Weltkriegs diente er als Kartograf in der US-Armee und war meist in Europa stationiert. Nach dem Krieg arbeitete er als Lehrer und fand mit seinen ersten Kunstwerken Beachtung. Von 1959 bis 1964 lebte Golub in Paris und wechselte anschließend nach New York. 1959 wurde sein Werk auf der Ausstellung New Images of Man im Museum of Modern Art in New York neben Arbeiten von Künstlern wie Willem de Kooning (1904–1997), Francis Bacon (1909–1992) und Jackson Pollock (1912–1956) präsentiert. Als aktiver Gegner der Friedensbewegung während des Vietnamkriegs setzte sich Golub in seinen Malereien stets mit den Themen Krieg, menschliche Grausamkeit und Macht auseinander. Seine großformatigen Gemälde zeigen menschliche Figuren und deren brutale Handlungen in einem expressionistischen Stil. Durch das Abkratzen von Farbe erzielte er eine raue, blasige Oberflächenstruktur. Golub ist zudem für seine Porträts bekannt, die auf der Grundlage von Fotoaufnahmen mächtiger öffentlicher Personen entstanden. Im Jahr 2000 ehrte ihn das Dublin Museum of Modern Art mit einer großen Retrospektive.

Werke von Leon Golub in der Ausstellung