Lee Ufan

  • Geboren 1936 in Haman-gun, Südkorea (damals Japanisches Reich)

Der Multimediakünstler Lee Ufan gilt als Führungsfigur der Mono-ha-Bewegung (Schule der Dinge) und als Schlüsselfigur der koreanischen monochromen Malerei. Er unterbrach sein Kunststudium an der Staatlichen Universität Seoul, um an der Nihon-Universität in Tokio Philosophie zu studieren. 1961 machte er seinen Abschluss. 

Am repräsentativsten für sein Werk sind abstrakte minimalistische Gemäldereihen, deren Bilder durch das wiederholte Anbringen einzelner Pinselstriche auf der Leinwand entstanden. Für seine Skulpturenserie Relatum kombinierte er große Steine mit Industriematerialien wie Glas und Eisen oder Stahlplatten. Auch publizierte er bemerkenswert viele kritische und philosophische Schriften, so z.B. The Search for Encounter (1971) und The Art of Encounter (2004). 

1967 hatte er seine erste Einzelausstellung in der Sato Gallery in Tokio. 1971 repräsentierte er Südkorea auf der Biennale in Paris; es war das erste Mal, das Werke Ufans in Europa zu sehen waren.