Lee Seung-taek

  • Geboren 1932 in Kowon, Korea (heute Nordkorea)

Der bekannte Bildhauer, Installations-, Umwelt- und Performance-Künstler Lee Seung-taek floh währende des Koreakriegs (1950–1953) nach Südkorea. In dieser Zeit begann er Porträts amerikanischer Soldaten zu zeichnen. 

Ab Mitte der 1950er-Jahre arbeitete er mit nichtmateriellen Substanzen wie Rauch, Wind und Feuer, nachdem er auf einem Foto eine spindeldürre Figur Alberto Giacomettis (1901–1966) und im Fernsehen einen saudi-arabischen Ölofen gesehen hatte. 1959 beendete Seung-taek sein Kunststudium an der Hongik-Universität in Seoul. Schon als Student schuf er seine ersten Werke mit Godret-Steinen, mit denen man an Gewichtswebstühlen traditionell die Kettfäden beim Weben beschwerte und die nun an Kordeln von einem horizontalen Balken hingen. 

Als Abschlussarbeit zeigte er 1958 History and Time, ein mit Stacheldraht umwickeltes Gipsobjekt, das mit roter und blauer Farbe bespritzt war – den Farben des Kommunismus und der Demokratie. Zu seinen Frühwerken gehören auch Glass (1969), eine Art ,Impfung‘ für einen Baum, und Paper Tree (1970), eine Installation aus Zweigen, von denen Papierstreifen herabhängen. 

Seung-taeks Arbeiten beschäftigen sich mit dem menschlichen Körper, der Sexualität und politischen Konflikten. Schon zu einem frühen Zeitpunkt seiner Laufbahn, 1969 und 1970, stellte er auf der Pariser Biennale bzw. der Biennale von São Paulo aus.

Werke von Lee Seung-taek in der Ausstellung