Lee Krasner

  • Geboren 1908 in Brooklyn, New York, Vereinigte Staaten
  • Gestorben 1984 in New York, New York, Vereinigte Staaten

Lee Krasner, eine bekannte Malerin des Abstrakten Expressionismus, gehört zu den wenigen Künstlerinnen, denen das New Yorker Museum of Modern Art eine Retrospektive gewidmet hat (1984). Sie studierte zunächst an der Women’s Art School of The Cooper Union, danach an der National Academy of Design (1928–1932). 

Ab 1934, während der Weltwirtschaftskrise, arbeitete sie für das Federal Art Project der Works Progress Administration, eine staatliche Fördermaßnahme für bildende Künstler; ab 1937 besuchte sie die private Kunstschule von Hans Hofmann. 

Ihre frühen Gemälde waren noch von der europäischen Moderne beeinflusst, doch bald darauf lernte Krasner die amerikanischen Abstrakten Expressionisten kennen. 1942 nahm sie an der Ausstellung American and French Painting bei McMillen Inc. in New York teil. Dort lernte sie den Künstler Jackson Pollock (1912–1956) kennen; das Paar heiratete 1945. Beide erwiesen sich als sehr einflussreich für die Kunst des anderen. Krasners Serie der Little Images (1946–1950), die in einer kontrollierten Tropftechnik („dripping“) ausgeführt wurde, umfasst 31 kleinformatige Abstraktionen, die an Kalligrafie und Hieroglyphen erinnern. 

Für ihre Collagen der 1950er-Jahre „recycelte“ Krasner frühere Arbeiten, doch nach Pollocks Tod 1956 begann sie, großformatige Abstraktionen zu schaffen, deren breite Pinselstriche starke körperliche Gesten verlangten. Ihre erste Einzelausstellung fand 1955 statt, und die Londoner Whitechapel Gallery zeigte 1965 eine Retrospektive ihrer Werke.

Werke von Lee Krasner in der Ausstellung