Lee Bontecou

  • Geboren 1931 in Providence, Rhode Island, Vereinigte Staaten

Lee Bontecou studierte von 1952 bis 1955 an der Art Students League in New York. 1954 besuchte sie die Skowhegan School of Painting and Sculpture in Maine und lernte zu schweißen. 1957 ging sie mit einem Fulbright-Stipendium nach Italien und verwendete erstmals Ruß in ihren Zeichnungen.

Nach ihrer Rückkehr nach New York im Jahr 1958 experimentierte sie mit kleinformatigen skulpturalen Assemblagen, die an die Wand montiert wurden, und entwickelte schnell ihre unverkennbare Handschrift und Technik, indem sie Stoff auf Stahlfragmenten befestigte, die spiralförmig um darin klaffende dunkle Löcher angeordnet waren. Diese Arbeiten wecken Assoziationen an technologische, mechanische, geologische und biologische Motive.

1960 hatte Bontecou ihre erste Einzelausstellung in der Castelli Gallery in New York. Im Jahr darauf nahm sie an der Ausstellung The Art of Assemblage im Museum of Modern Art in New York teil. Ihr früher Erfolg führte in den 1970er-Jahren zu ihrem Rückzug aus der Öffentlichkeit. Von 1971 bis 1991 lehrte sie am Brooklyn College und arbeitete an einer neuen Serie – großen mobileähnlichen Skulpturen, die von der Decke hingen. Zusammen mit ihren früheren vakuumgeformten Plastikskulpturen von Pflanzen und Meeresorganismen stehen diese „Galaxien“ aus Draht und Keramik für einen völlig neuen Ansatz in ihrem Œuvre.

Werke von Lee Bontecou in der Ausstellung