Larry Rivers

  • Geboren 1923 in New York, New York, Vereinigte Staaten
  • Gestorben 2002 in Southampton, New York, Vereinigte Staaten

Der Künstler, Saxophonist und Bohemien Larry Rivers (geboren als Yitzroch Loiza Grossberg) stammt aus der New Yorker Bronx. 1945 bis 1946 studierte er an der Juilliard School Musik – zusammen mit dem späteren Jazztrompeter Miles Davis, den er dort kennenlernte und mit dem er sein Leben lang befreundet blieb. 

Nach einem Studium der Malerei bei dem abstrakten Expressionisten Hans Hoffmann in den Jahren 1947 bis 1948 machte Rivers 1951 an der New York University einen Abschluss in Kunsterziehung. Ab 1948 stellte er kraftvolle figurative Arbeiten aus. Seine Version des amerikanischen Historiengemäldes Washington Crossing the Delaware (1953) antizipierte die Rückkehr zu vertrauten Bildsujets, die in den 1960er-Jahren bei den Pop-Art-Künstlern zu beobachten war. 

Als Mitglied der New York School kannte Rivers viele Berühmtheiten, u.a. auch die Landschaftsmalerin Jane Freilicher (1924–2014) und den Dichter Frank O’Hara (1926–1966). Sein 1954 entstandenes Porträt von O’Hara, das diesen ausschließlich mit Stiefeln bekleidet zeigt, ist inzwischen berühmt. 

Rivers gehörte zu den zwölf US-amerikanischen Künstlern, die 1957 an der vierten Biennale von São Paulo teilnahmen. 1965 wurde eine Retrospektive seines Werks in fünf amerikanischen Museen gezeigt. Im selben Jahr schuf er sein aus 76 Einzelteilen bestehendes Multimediawerk The Historiy of the Russian Revolution

Mit Pierre Dominique Gaisseau drehte er den Dokumentarfilm Africa and I, der 1968 vom Fernsehsender NBC ausgestrahlt wurde. Immer auf der Suche nach neuen Gestaltungsmitteln, arbeitete Rivers später mit Video und Neon.

Werke von Larry Rivers in der Ausstellung